· Ehrenamt

Tag der Kleiderläden des BRK

Aktionstag setzt Zeichen gegen Wegwerfmentalität und für mehr Nachhaltigkeit

Ebersberg, 24.03.2026 – 119 Kleiderläden, mehr als 1.500 Ehrenamtliche und ein klares Signal gegen Wegwerfmentalität: Beim landesweiten Aktionstag der BRK-Kleiderläden stand gestern Nachhaltigkeit und soziales Engagement im Mittelpunkt. Erstmals übernahm Landtagspräsidentin Ilse Aigner, zugleich Botschafterin des Bayerischen Roten Kreuzes, die Schirmherrschaft. Unter dem Motto „Gegen Konsumzwang – für mehr Nachhaltigkeit“ fanden ausgewählten Aktionen im ganzen Freistaat statt, darunter auch im Kleiderladen Lieblingsstücke im BRK-Stützpunkt Markt Schwaben.

Der Tag der Kleiderläden soll einerseits auf ehrenamtliches Engagement aufmerksam machen und andererseits die Nachhaltigkeit, die mit Second Hand Kleidung einhergeht, stärken. In ganz Bayern informierten die BRK-Kleiderläden mit Aktionen über ihre Arbeit – und über ein gesellschaftliches Missverständnis: Noch immer wird Second Hand häufig mit finanzieller Not gleichgesetzt. Für viele Menschen ist der Gang in einen Kleiderladen daher mit Scham verbunden.

In Markt Schwaben konnten die Kundinnen und Kunden am Glücksrad drehen und sich Rabatte für ihren Einkauf sichern. Die Kreisvorsitzende Kathrin Alte beriet bei Stilfragen und verhalf dem ein oder anderen so zu einem neuen Lieblingsstück. Auch Kreisgeschäftsführer Manfred Barth war als Verstärkung des ehrenamtlichen Teams mit vor Ort.

Die BRK-Kleiderläden verbinden soziale Hilfe mit Umwelt- und Klimaschutz: Gut erhaltene Kleidung wird angenommen, sortiert und günstig weitergegeben. Das schont wertvolle Rohstoffe, reduziert Textilmüll und ermöglicht zugleich unkomplizierte Unterstützung für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen – ohne bürokratische Hürden. Der Aktionstag macht sichtbar, was im Alltag oft im Verborgenen geschieht: Mehr als 1.500 Ehrenamtliche schaffen Begegnungsorte, fördern Teilhabe und setzen ein praktisches Zeichen gegen übermäßigen Konsum. Damit sind die BRK-Kleiderläden nicht nur Orte der Unterstützung, sondern auch Impulsgeber für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen.